
Was fehlt in der Landschaft der deutschen Grammatik?
Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch für Grammatik! Dazu gehen wir gemeinsam auf Reisen. Steigen Sie ein und lassen Sie uns erkunden, was andere Sprachen haben und wir vielleicht im Deutschen auch gebrauchen könnten. Zunächst die Gemeinsamkeiten:
Welche dieser grammatischen Phänomene haben alle Sprachen dieser Welt gemeinsam?
- Komplexe Satzstrukturen
- Unterscheidung von Vergangenheit, Gegenwart und Futur
- Personalpronomen, z.B. ich, du, er, sie, es
- Fragewörter, z.B. wer? was? wann? wo?
- Negationen, z.B. nicht, nein, keiner
- Konnektoren für und und oder
Dann kommen wir zu den Unterschieden. Eine Auswahl an Beispielen aus dem Vortrag:
Ganz mein Fall
- Was sind grammatische Fälle und welche Funktion haben sie?
- Welche Sprache hat die meisten Fälle?
- Frustrativ, Komitativ, Instruktiv, Orientativ, Admirativ – Wie können Fälle soziale Verbindungen und Einstellungen des Sprechers anzeigen?
- Gibt es den Abgrundtief? Oder doch lieber einen Aperitiv?"
Wir: Wie man Menschen ein- und ausschließen kann
- Wir inklusiv: Der Gesprächspartner ist Teil des wir.
- Wir exklusiv: Der Gesprächspartner ist nicht Teil des wir.
- Wir dual (wir zwei)
Einzahl und Mehrzahl? Da geht noch mehr
- Numerus: die grammatische Form für die Anzahl
- Deutsch hat Singular (ein Apfel) und Plural (zwei oder mehr Äpfel).
- Sprachen mit Singular (ein), Dual (zwei) und Plural (mehr als zwei)
- Zwei ist nicht gleich zwei: Die Unterscheidung zwischen Dual (zwei) und Paral (paarweise)
- Die ozeanische Sprache Sursurunga: Singular, Dual (zwei), Trial (drei), Quadral (vier) und Plural
- Salishian: eine Sprache mit sechs Pluralformen
- Gibt es Sprachen ohne Numerus?
- Gibt es Sprachen ohne exakte Angabe der Anzahl?
